Hilfsmittelversorgung für schwerstkranke Kinder soll einfacher werden
Endlich mal gute Nachrichten in diesen schwierigen Zeiten: Eltern, deren schwerstkranke Kinder und Jugendlichen auf speziell ausgestattete Hilfsmittel wie Sitzhilfen, Orthesen oder spezielle Rollstühle angewiesen sind, können darauf hoffen, dass sie die Hilfsmittel schon bald einfacher und unbürokratischer beantragen können als das bislang der Fall war.
Hintergrund ist der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, der die Vorgaben in der Hilfsmittel-Richtlinie geändert hat, um die Prüf- und Genehmigungsprozesse zu straffen und zu vereinfachen. Das Ganze soll die Hilfsmittelversorgung vor allem für diejenigen Kinder und Jugendlichen erleichtern, die in einem Sozialpädiatrischen Zentrum betreut werden. Wird von einem solchen Zentrum ein Hilfsmittel empfohlen, haben die Krankenkassen künftig davon auszugehen, dass es medizinisch erforderlich ist, so dass eine Einbindung des Medizinischen Dienstes in das Genehmigungsverfahren entfällt. „Die Deutschen Kinderhospiz Dienste haben immer schon darauf bestanden, dass betroffene Familien, in denen Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen leben, einen deutlich schnelleren Versorgungsprozess brauchen und unbürokratischer Anspruch auf Hilfsmittel haben müssen“, sagt Thorsten Haase, Vorstand der Deutschen Kinderhospiz Dienste, die sich immer wieder – unter anderem über selbst ausgebildete Soziallotsen – für die Belange von betroffenen Familien einsetzen. Wann genau die Richtlinienänderung des Gemeinsamen Bundesausschusses in Kraft tritt, ist noch nicht klar: Sie liegt noch beim Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung und muss im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Wir hoffen, dass dies ganz bald sein wird!
Damit wir uns auch weiterhin für die Belange von Familien mit schwerstkranken Kindern einsetzen können und ihnen in ihrem herausfordernden Alltag, in dem sie viel zu häufig mit Anträgen, Ablehnungen und Weiterem belastet sind und zu kämpfen haben, helfen können, bitten wir Sie: Zeigen auch Sie sich solidarisch mit den betroffenen Familien, zeigen auch sie bürgerschaftliches Engagement und helfen Sie uns mit einer Spende, damit wir den Familien helfen und sie umfangreich begleiten können!


